Montag, 8. April 2013

Rezensionen, einzel und im Rudel


Ich greife heute ein Thema auf, das einerseits für jeden Autor wichtig ist, auf der anderen Seite er oder sie gut und gerne auf unsachgemäße ihrer Art verzichten kann: Rezensionen. Ich habe nichts gegen sie, keinesfalls, so lange sie sachlich sind. Ob mir ein Artikel, ein Buch, etwas Gestaltetes, ein Theaterstück, eine Oper, ein Film gefällt hängt von vielen Faktoren ab, ganz sicher auch, weil ich Mensch bin von der Tagesform. Wenn ich Buch lesen möchte, weil ich darüber gehört, gelesen habe, dann vermeide ich es, sofern ich es online bestelle, die dortigen Rezensionen zu lesen.

Da wäre ich dann beim Thema über das ich mich tierisch geärgert habe und das immer noch tue. Zuerst über mich selbst, dann über diejenigen, die das geschrieben haben und zu Guter Letzt auch über Amazon, die nicht differenzieren können/wollen, auch wenn es zu ihrem eigenen Schaden in letzter Konsequenz ist. Ich habe einen Roman eingestellt vor einiger Zeit schon, nachdem der Verlag insolvent gegangen ist. Leider habe ich einen Formatierungsfehler gemacht und habe das Manuskript in Buchformat eingestellt, was sich als Fehler erwiesen hat. Fröhlicher Mensch, der ich bin, habe ich sodann auch noch kostenloses Herunterladen erlaubt. Auf dem Kindle Reader waren wohl immer nur zwei Worte pro Zeile zu lesen, so in der Art. Natürlich habe ich das korrigiert.  Nun hagelt es natürlich blöde Rezensionen, weil der Roman auf dem Kindle nicht zu lesen war. Das nun verdirbt den Schnitt gewaltig. Nun denkt Frau, dass Amazon ein Interesse haben sollte, dass, nachdem das korrekte Format eingestellt war, diese Rezensionen herausnehmen würde. Weit gefehlt, die Begründung weshalb nicht ist geradezu idiotisch und erspare ich Euch.

Irgendwie ärgern mich das ganz gewaltig. Auch ärgern mit Rezensionen, deren Autoren einige Bücher in der genau gleichen Art bewerten, gleiche Worte. Da frage ich mich, was bezweckt dieser Mensch damit? Mal vollkommen abgesehen davon, dass das jedem Autoren gegenüber nicht nur unfair, sondern auch noch unverschämt ist und obendrein mit einer Rezension nix aber auch gar nix zu tun hat. Ich nehme jede Kritik ernst, möchte auch in meinem etwas höheren Alter noch lernen. Belege deswegen auch Kurse, bilde mich weiter, wie das jeder Mensch tut, tun sollte. Aber wer nur Einträge bei Amazon schreibt um Bücher schlecht zu machen, ohne dies wirklich fundiert zu begründen, der sollte das einfach lassen. Wobei ich den Käufern der Bücher nur empfehlen kann, wenn ihr ein Buch sucht, dann geht zuerst über die vielen Buchportale, Literatwo ist zum Beispiel ein tolles, um das zu nennen und mit dem ich mich sehr verbunden fühle. Aber es gibt noch sehr viel mehr dieser Portale, deren Rezensionen immer fundiert  sind und Lob und Kritik immer begründet werden. Das will ich als Autor und nicht lesen, dass man sich immer noch darüber aufregt, dass beim ersten Mal kostenlosen Herunterladens das falsche Format noch vorhanden war, obwohl dieser Fehler längst schon korrigiert worden ist. Das hat nichts mit Inhalt und Schreibstil zu tun, nichts mit der Geschichte selbst.

Irgendwie habe ich mit dem „Rosenspiel“ so meine Probleme wie mir scheint, nicht nur der Verlag wurde insolvent, ich habe ein falsches Format eingestellt und ärgere mich über Rezensionen, die keine sind. Trotzdem, oder gerade deswegen halte ich an meinem Roman fest, bleibe dabei, dass er lesenswert und gut ist. Nein, das soll keine Werbung sein, sondern ist auch für Autorenkollegen und Autorenkolleginnen geschrieben, lasst Euch nicht verdrießen, geht Euren Weg weiter und: Laßt es Euch gut gehen.

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